Die Kraft des Frühlings – Vitalität im naturbelassenen Birkenwasser



In die Kategorie der Food-Trends und von Superfood reiht sich seit einiger Zeit das Birkenwasser als gesunder Drink ein. Damit ist es hierzulande ein echter Spätzünder. Immerhin besitzt der Birkensaft in den nordischen Ländern eine lange Tradition. Da fragst Du Dich sicherlich und das zu Recht: Was hat es mit diesem Getränk auf sich? Hier erfährst du es.


Was wird als Birkenwasser oder Birkensaft bezeichnet?

Das Birkenwasser wird im Frühjahr aus Birkenbäumen gewonnen, genau zu der Zeit, wenn in den Bäumen die Säfte steigen, bevor das Laub wieder zu grünen beginnt. Das Grundwasser, wandert dabei von den Wurzeln über den Stamm bis in die Äste und verändert seine Struktur und Zusammensetzung, wenn es von der Birke aufgenommen wird. Mit einem Einschneiden der Rinde oder dem Einsetzen eines Röhrchens in den Stamm kann es aus dem Baum gewonnen werden. Ein erwachsener Baum kann täglich mehrere Liter Birkensaft produzieren. Dieser ist ideal um den Körper zu entgiften und schädliche Stoffe auszuleiten.

Es gibt viele Birkenwässer auf dem Markt – welches ist das ideale?

In Skandinavien und in großen Teilen Osteuropas ist das Birkenwasser schon lange Zeit ein traditionelles und erfrischendes Getränk, das saisonal im Frühjahr genossen wird. Die große Verbreitung des Getränks geht jedoch häufig mit Herstellungsmaßnahmen einher, bei denen ökologische Aspekte eine untergeordnete Rolle spielen. Wird die Ernte des Birkenwassers nicht umweltschonend ausgeführt, so kann der Baum dauerhaft geschädigt werden. Dies passiert zum Beispiel, wenn zu viel Birkensaft von einem Baum genommen, von zu jungen Bäumen geerntet oder die Öffnung nach dem Abzapfen nicht fachgerecht verschlossen wird.
Dementgegen ist die Birkenwasser Ernte unproblematisch, wenn der Vorgang baumschonend von erfahrenen Personen vorgenommen wird. Baumschonend bedeutet neben dem fachgerechten Verschließen der Zapfstelle, dass die Birke nicht jedes Jahr angezapft, sondern dass eine Ruhephase eingehalten wird. Bei einem biozertifizierten Birkenwasser sind diese Rahmenbedingungen garantiert. 
Die Biozertifizierung steht außerdem für weitere wichtige Qualitätsmerkmale. Es gibt viele Unternehmen, die Birkenwasser gewinnen und vertreiben, aber wenige, die es in seiner naturreinen Form belassen. Meistens wird der geringe Zuckergehalt des Naturprodukts mit zusätzlichem Zucker oder Süßstoffen gesteigert. Manchmal werden künstliche Aromastoffe hinzugefügt, zum Beispiel Minze oder Holunder. Wieder andere setzen Zitronensäure hinzu, um die Haltbarkeit zu verlängern. Diese Säure ist jedoch ein schädlicher Zusatzstoff, der unsere Zähne angreift.  Ein naturreines Wasser aus dem Baum enthält deshalb keinerlei süßenden Zusätze, keine Zitronensäure oder sonstigen Konservierungsstoffe. Es empfiehlt sich, den Birkensaft in genau dieser Form zu konsumieren, denn nur so ist es ein unverfälschtes Phytotherapeutikum.

Inzwischen werden einige weitere Produkte angeboten, zum Beispiel Haarpflegemittel, die Birkensaft enthalten. Diese Zubereitungen enthalten natürlich nur eine Verdünnung der originalen Wirkstoffe des Birkenwassers und sind daher weniger wirksam. Unverdünnt können sie direkt zur Haarpflege wie eine Spülung oder ein Shampoo verwendet und sanft in die Kopfhaut einmassiert werden.  Wichtig zu wissen ist, dass Birkenwasser nicht identisch mit Birkensirup oder Birkenöl ist! Für Birkenöl werden Knospen oder die Rinde der Birke verwendet, der Birkensirup entsteht durch das Einkochen des Birkensafts, wobei wertvolle Inhaltsstoffe wie die Vitamine zerstört werden. Außerdem werden dem Sirup oft noch weitere Stoffe hinzugefügt. 

Beschwerden, gegen die Birkenwasser eingesetzt wird

Seit langer Zeit gilt der Birkensaft in der Volksheilkunde osteuropäischer Länder als Mittel gegen weitere Krankheiten und Beschwerden, die bisher noch nicht angesprochen wurden. Dazu gehören Rheumatismus und Gicht. Ebenfalls wird er bei leichten Nierenproblemen eingesetzt, um die Nierentätigkeit anzuregen und Nierengrieß abzubauen. Seine entwässernde Wirkung hat das Birkenwasser mit einem anderen Bestandteil der Birke gemeinsam, den Blättern. Der Saft der Birke soll dabei helfen, die Gallenproduktion anzuregen. In der volksmedizinischen Anwendung wird das Wasser bei Steinbildung anderer Organe wie Galle und Nieren ebenso eingesetzt. Auch wird das Wasser benutzt, um Fieber zu senken und das Blut zu reinigen. 
Im ayurvedischen Heilsystem wird die energetische Wirkung des Birkenwassers als kühlend beschrieben, während der Geschmack als bitter und scharf klassifiziert wird.

Gibt es Krankheiten, bei denen man es nicht trinken sollte?

Birkensaft kann wie jede größere Flüssigkeitszufuhr Problematiken bei schweren Herz- und Nierenunterfunktionsstörungen verstärken, deshalb sollte man in diesen Fällen darauf verzichten. Dasselbe gilt, wenn der Körper aufgrund dieser Funktionsstörungen Wasseransammlungen im Gewebe aufweist.
Eine weitere Gegenanzeige gilt unter Umständen für den Darmbereich. Die im Wasser enthaltenen Saponine steigern die Aufnahmefähigkeit der Darmwände; diese Funktion ist bei entzündlichen Krankheiten des Darms nicht erwünscht, weil dadurch Krankheitserreger noch stärker im Organismus verbreitet werden. Menschen, die allergisch auf Birkenpollen reagieren, sollten vorsichtshalber auf dieses Wasser verzichten.
Zusammengefasst sind die wenigen möglichen Nebenwirkungen der Flüssigkeit aber nicht zu vergleichen mit den vielen positiven und gesundheitsfördernden Eigenschaften. Ein weiteres Plus ist, dass die Nebenwirkungen genau bekannt sind. Wer nicht unter den oben angeführten Krankheiten oder Allergien leidet, kann ohne Bedenken zum naturreinen Produkt aus dem Birkenbaum greifen.

Nicht nur gesund, sondern richtig lecker: Birkenwasser als Erfrischungsgetränk

Selbst wenn man völlig gesund ist, kann der Saft aus der Birke einen hohen Mehrwert bieten. Durch seinen geringen Zuckergehalt eignet sich Birkensaft ideal als Erfrischungsgetränk und Flüssigkeitszufuhr nach sportlicher Betätigung, wenn man Elektrolyte verloren hat. Genießen kann man es bei Zimmertemperatur oder noch besser gekühlt. Die durch das Schwitzen verloren gegangenen Mineralstoffe werden durch das Birkenwasser wieder aufgefüllt. Der niedrige Kaloriengehalt im Vergleich zu stark gesüßten Fruchtsäften ist ein weiteres Argument für das Birkenwasser: 100 Milliliter enthalten nur ca. fünf Kalorien. Fett ist in Birkensaft übrigens nur minimal enthalten.

Die vielen kosmetischen Wirkungen der naturreinen Flüssigkeit aus dem Baum

Das Wasser wirkt nicht nur gesundheitsfördernd und erfrischend. Durch viele Studien ist belegt, dass es die äußerliche Schönheit fördert und dadurch als Kosmetik verwendet werden kann. Als Verschönerungsmittel hat Birkensaft eine lange Tradition in Osteuropa.
Hautunreinheiten wie Cellulite und Ekzeme können zurückgehen, Faltenbildung wird reduziert, Haare und Nägel werden glänzender und stabiler. Für die Pflege der Haare muss das Wasser aber wie für die anderen genannten Zwecke äußerlich angewandt werden.